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Chiwalonka vom Elfenwald

Kastration aus medizinischer Sicht

Die Kastration

chiwalonka_q_50_200x300.pngDie Kastration zählt heutzutage zu den häufigsten Eingriffen in einer Kleintierpraxis. Beim Hund sind medizinische Gründe und die Beeinflussung von Fehlverhalten entscheidende Aspekte. Ferner erfordert die heutzutage angestrebte tierartgerechte Gruppenhaltung der Hunde die Kastration der Tiere, um unerwünschtem Nachwuchs vorzubeugen. In vielen Fällen wird die Kastration der Hündin zur Vermeidung unerwünschten Nachwuchses angestrebt, insbesondere wenn Rüden und Hündinnen in einem Haushalt gemeinsam gehalten werden. Die Kastration ist ein Eingriff, der in vielfacher Weise Schmerz lindernd, lebensrettend und / oder lebensverlängernd wirken kann.


Aus Sicht des Hundehalters

chiwalonka_q_48_200x300.pngHundebesitzer wünschen die Kastration ihres Hundes um sich die Haltung des Hundes zu erleichtern, möglichen Krankheiten des Hundes vorzubeugen oder unerwünschte Trächtigkeit zu vermeiden.


Viele Tierärzte und Hundetrainer raten heute zur Frühkastration vor dem Höhepunkt der Pubertät, unter anderem damit geschlechtsspezifische Verhaltensweisen erst gar nicht erlernt werden.


In den USA wird aus Gründen der Pet-Over Population die Kastration im Absetzalter (early-age-neutering) vorgenommen. In den USA sind 76% der privat gehaltenen Hunde kastriert.


 

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Beim Sexualverhalten unterscheiden sich Hund und Wolf, fasst Verhaltensforscher Günther Bloch zusammen: "Es gibt zwar auch Paarbindungen zwischen Rüde und Hündin, die zusammenleben. Aber die Beziehung ist nicht monogam wie bei den Wölfen. Ist in der Nachbarschaft eine Hündin läufig, geht der Rüde stiften, und auch die Hündin erhört gern andere Freier, wenn sie die Gelegenheit dazu hat." Während das Sozialleben im Hunderudel erstaunlich gut funktionierte, zeigte der Leitrüde der großen Hundegruppe starken Sittenverfall bei der Fortpflanzung, und nur die Mütter zogen den Nachwuchs auf, konnte Bloch in Italien beobachten. Jeder mit jedem, das ist undenkbar bei Wölfen. "Ein Leben im Überfluss und unter dem Schutz der Menschen hat feste Fortpflanzungsregeln überflüssig gemacht und damit zum Verlust jeglicher Geburtenkontrolle geführt."


Hemmungslose Vermehrung

chiwalonka_q_46_200x300.pngWie aber sollen Menschen mit der sexuellen Freiheit von Terrier, Mops und Co. umgehen? Eine hemmungslose Vermehrung will jeder vernünftige Hundehalter verhindern. Doch was ist zu tun, wenn die alte Dame mit läufiger Dackelhündin vom

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aufdringlichen Ridgeback verfolgt wird oder in einem Haushalt mit vier Kindern ständig die Haustür offen steht? Hier wird es schwierig mit einer entspannten Haltung zum Thema Hundesexualität. "Paragraf 6 des Tierschutzgesetzes lässt Geschlechtsorgan-Amputationen zu, wenn die Unfruchtbarmachung erforderlich ist, um eine unkontrollierte Fortpflanzung zu verhindern." Die Entscheidung, ob die Kastration mit der Fortpflanzungskontrolle im Einzelfall vernünftig begründet werden kann, muss letztendlich der Tierarzt fällen. Auch der Deutsche Tierschutzbund befürwortet eine Kastration bei medizinischer Notwendigkeit und "wenn damit unerwünschte Fortpflanzung verhindert wird".


Aus Sicht der Tierheime

Der Passus zur weiteren Nutzung und Haltung eines Tieres betrifft v.a. die Tierheimhaltung, wo eine Kastration teilweise unumgänglich ist. Das Veterinäramt fordert ja auch bei Züchtern eine artgerechte Gruppenhaltung der Hunde, wodurch diese vom selben Problem wie die Tierheime betroffen sind. Sind Hunde nicht für die Zucht vorgesehen oder für den Zuchteinsatz zu alt, ist der Züchter oftmals gezwungen sich von solchen liebgewonnen Familienmitgliedern zu trennen, wenn er sie nicht kastrieren lassen darf.


Tierschutz relevante Gründe für eine Kastration vor Abgabe des Tieres

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  • keine entlaufenen Tiere
  • keine ungewollten Schwangerschaften
  • keine Überraschungswürfe
  • Reduktion der Ausbreitungsrate von Krankheiten

 

 

 


 

Vorteile der Frühkastration für den Tierhalter

chiwalonka_q_43_200x300.pngAll diejenigen, die von uns ein bereits kastriertes Tier erworben haben, sind sehr froh darüber. Der neue Hund zieht kastriert ins neue Zuhause ein, man muss sich keine Gedanken mehr um die rechtzeitige Kastration machen und das gewonnene chiwalonka_q_45_200x300.pngVertrauensverhältnis nicht gleich wieder zerstören. Die Tiere sind aktiver und verspielter. Geschlechtsspezifische Verhaltensweisen werden gar nicht erst erlernt durch eine Frühkastration. (aufreiten, markieren etc.)


Vorteile der Kastration

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  • auf Überpopulation
  • auf den Stoffwechsel
  • übertragbare Krankheiten, Geschlechtskrankheiten
  • höhere Lebenserwartung

 

 


Vorteile der Frühkastration

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  • kurze, unbelastende Narkose
  • kurze OP
  • fast keine Komplikationen
  • fast keine Blutungen
  • kleine Narbe
  • schnelle Wundheilung
  • verglichen mit älteren Tieren sehr geringe psychische Belastung
  • zwei Stunden nach OP wieder fit

Frühkastraten scheinen seltener kastrationsbedingte negative Auswirkungen auf Haut und Haare zu zeigen als Hunde die erst nach der 1. Läufigkeit kastriert wurden. Frühkastrierte Tiere zeigen im Vergleich zu intakten Kontrolltieren eine stärkere Aktivität und gelten als verspielter. Geschlechtsspezifische Verhaltensweisen werden gar nicht erst erlernt durch eine Frühkastration.


Medizinische Gründe (Indikationen)

chiwalonka_q_11_250x250.pngEs gibt verschiedene medizinische Gründe, die eine Kastration erforderlich machen. Dabei stellt die Kastration in vielen Fällen eine lebenserhaltende Maßnahme dar.

 

 


 

 

Hündin

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  • Pyometra (Gebärmuttervereiterung), jede vierte intakte Hündin entwickelt vor dem 10. Lebensjahr eine Pyometra.
  • wiederholte Scheinträchtigkeiten mit ausgeprägten Veränderungen
  • Mammatumore (Gesäugetumore), (MT) sind die häufigsten Tumoren der Hündin. Bis zu 25% aller intakten Hündinnen entwickeln einen MT, davon sind 20-50% bösartig. Eine frühe Kastration erniedrigt das Risiko, eine Progestinbehandlung (zur Läufigkeitsunterdrückung) dagegen erhöht das Risiko für die MT-Entstehung. Im Vergleich zu intakten Hündinnen wird das Risiko, einen bösartigen MT zu entwickeln, durch die Kastration vor der ersten Läufigkeit 99,5% gesenkt.
  • Zwitter (Intersexualität)
  • Tumore des Genitaltraktes
  • Akuterkrankungen der Geschlechtsorgane
  • Diabetes mellitus. Durch die Kastration kann einer bestimmten Diabetesform vorgebeugt werden bzw. diese therapiert werden. Ähnlich dem menschlichen Schwangerschaftsdiabetes kann sich bei Hündinnen unter dem Einfluss des Hormons Progesteron während der Trächtigkeit oder aber auch im normalen Zyklus (im Metöstrus) ein Diabetes mellitus entwickeln. Im letzteren Fall wird eine möglichst baldige Kastration der Hündin empfohlen.
  • extremer Leidensdruck in Scheinschwangerschaften
  • extremes Aggressionsverhalten während der Läufigkeit
  • hormonell bedingten Ohrenerkrankungen (bei denen eine Allergie gegen Geschlechtshormone der Auslöser ist, kommt selten vor)
  • Der Verlauf dieser Erkrankungen wird eindeutig positiv durch die Kastration beeinflusst.

Beeinflussung des Verhaltens der Hündin

chiwalonka_q_39_200x300.pngEs kann zu extremem Aggressionsverhalten während der Zeit der Läufigkeit kommen, mit anschließender Scheinschwangerschaft. Bei Hündinnen kann die Scheinschwangerschaft mit starkem Leidensdruck verbunden sein. Es gibt auch Hündinnen, die das ganze Jahr so attraktiv riechen, dass sie permanent von Rüden belästigt werden und darunter leiden. Die Kastration ist immer noch unschädlicher für die Hündin als die Praxis der Läufigkeitsunterdrückung durch Hormonspritzen, da diese extrem krebserregend sind und häufig Gebärmutterentzündung verursachen.


Die Kastrationszeitpunkt

 

chiwalonka_q_38_200x300.pngSoll eine Hündin kastriert werden, ist es wichtig einen Zeitpunkt zu wählen, in dem der Geschlechtshormonspiegel der Hündin so niedrig wie möglich ist. Deshalb sollte man rechtzeitig vor der ersten Läufigkeit (Frühkastration) mit 4-8 Lebensmonaten kastrieren oder drei Wochen vor oder nach der Läufigkeit
Frühkastrierte Tiere zeigen im Vergleich zu intakten Kontrolltieren eine stärkere Aktivität und gelten als verspielter. Geschlechtsspezifische Verhaltensweisen werden gar nicht erst erlernt durch eine Frühkastration. Zusammenfassend kann man sagen, dass die Kastration der Hündin viele Vorteile mit sich bringen kann.


Die Kastration und Inkontinenz

chiwalonka_q_37_200x300.pngWerden Hündinnen kurz vor der 1. Läufigkeit kastriert, so reduziert sich das Risiko einer Harninkontinenz um rund 50% im Vergleich zur Spätkastration. Hündinnen mit einem Gewicht unter 20 kg werden deutlich seltener inkontinent als schwerere Hunde.

 

 

 

 

 


Rüde

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  • Kryptorchismus
  • Prostataerkrankungen
  • Entzündungen von Hoden, Nebenhoden, Prostata
  • Hodentumor, Nebenhodentumor (Zweithäufigster Ort der Tumorentstehung beim Rüden)
  • Zwitter (Intersexualität)
  • Perianaldrüsentumore, Analtumore
  • persistierende (nicht ausheilende) Vorhautentzündung
  • Torsion des Samenstrages
  • Futterverweigerung
  • extremes Aufreiten bei Hunden und/oder Menschen
  • Urinmarkieren im Haus
  • Rangordnungsauseinandersetzungen zwischen zwei intakten Rüden; hier kann die Kastration des Rangniedrigen ein letztes Mittel sein.

Der Verlauf dieser Erkrankungen wird eindeutig positiv durch die Kastration beeinflusst.


Beeinflussung des Verhaltens bei Rüden

chiwalonka_q_10_250x250.pngEs gibt liebeskranke Rüden, die regelmäßig ganz extrem auf läufige Hündinnen in der Nachbarschaft reagieren und streunen. Sie jammern und jaulen den ganzen Tag, verweigern die Nahrung, haben Durchfall und versuchen zu den Hündinnen zu laufen, wann immer es geht. Sie sind an der Leine nicht mehr zu bändigen und nach dem Ableinen sofort auf und davon. Sie scheren sich weder um Gesetze noch um Zäune und für sie stellt ein Zaun kein Hindernis dar.


Liebeskranke Rüden, die sich nicht um Gesetze und Zäune scheren, sollten kastriert werden.


Durch die Kastration wird diesen Rüden der Sexualtrieb genommen - folglich bleiben auch die damit verbundenen Verhaltensweisen aus. In diesem Fall ist die Kastration sinnvoll, denn betroffene Rüden leiden regelrecht unter der Situation! Durch die Kastration fällt ein erheblicher Stressfaktor für den Rüden weg.


Sexuelle Konkurrenz bei Rüden

chiwalonka_q_36_200x300.pngEine Kastration kann angezeigt sein bei aggressiven Rüden, wenn sich die Aggressionen ausschließlich gegen sexuelle Konkurrenten richten. Rüden, die ständig aufgeregt und kaum ansprechbar sind, weil sie nicht nur auf wirklich läufige Hündinnen reagieren, die ihre Stehtage haben, sondern von jedem "Rockschoß" magisch angezogen werden. Die Chance, dass sie ausgeglichen werden, ist groß.


Wenn ein extremes Aufreiten bei Hunden und/oder Menschen zu verzeichnen ist, insbesondere nach Eintritt der Geschlechtsreife, stehen die Chancen gut, dieses Verhalten zumindest zu vermindern.
Urinmarkieren kann durch eine Kastration günstig beeinflusst werden.


Vorteile der Kastration beim Rüden

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  • Kontrolle der Überpopulation, verhindert unkontrollierte Fortpflanzung
  • Auf den Stoffwechsel
  • Übertragbare Krankheiten, Geschlechtskrankheiten
  • Lebenserwartung
  • geschlechtsspezifische Verhaltensweisen werden nicht erlernt durch eine Frühkastration

 


Einfluss der Kastration auf Lebenserwartung

chiwalonka_q_34_200x300.pngKastrierte Tiere leben länger als nicht kastrierte (aussagekräftige Untersuchungen) durch Schutz vor Krankheiten der Geschlechtsorgane oder reduziertes Risiko durch geändertes Verhalten oder Zeichen einer größeren Sorge der Tierbesitzer für ihre Tiere.



Den richtigen Tierarzt finden

chiwalonka_q_33_200x300.pngBei Junghunden müssen bei der Kastration einige Besonderheiten beachtet werden. So sollte beispielsweise die Narkose bei Welpen genauestens dem Körpergewicht des Hundes angepasst werden. Es ist daher zu empfehlen, sich an einen erfahrenden und lang praktizierenden Tierarzt auf dem Gebiet der Frühkastration zu wenden. In den USA sowie in einigen Universitäten in Europa gehört die Frühkastration inzwischen zum Standardprogramm. Es ist anzunehmen, dass diese Entwicklung sich in Zukunft aufgrund neuer medizinischer Erkenntnisse vermehrt durchsetzen wird.


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